Frankreich - Graubünden
Frankreich - Kanton Graubünden Einleitung
Die Vereinbarungen betreffend die Korrespondenzen von und nach Frankreich bezogen sich auf das Hauptbüro in Chur. Chur, der Hauptort, liegt am Eingang zum weitverzweigten Kanton Graubünden mit seinen zahlreichen Landpost-Kursen.
Bei der nach Frankreich abgehenden, oder von Frankreich ankommenden Post mussten also jeweils die Gebühren innerhalb des Kantons Graubünden noch besonders abgerechnet werden.
Als postalische Währung dienten Gulden und Bluzger. 70 Bluzger auf einen Gulden, 3 Bluzger = 2 Kreuzer.
Bei der Bearbeitung der Briefe stellten wir fest, dass das Büro in Chur für die französischen Briefe einen Zuschlag von 4 Bluzger berechnete. Wir sagen „Zuschlag", weil die Begründung für diese Massnahme noch nicht eruiert werden konnte, l Bluzger davon mag wahrscheinlich den „Büro-Bluzger von Chur" betreffen. Die weiteren 3 Bluzger (2 kr.) können vorläufig nicht zugeordnet werden In den 1840er Jahren kam schliesslich bei den Postablagen noch ein „Ablage-Bluzger" dazu. Als Kantonaltarife dienten jene von 1817undl838
Entsprechend den von Emil Rüegg erhaltenen Auskünften sind kleine Abweichungen bei der Taxierung immer wieder möglich. So war es z.B. möglich, den „Büro-Bluzger von Chur" durch eine jährliche Pauschale abzugelten. Die Gebühr der Landboten ist zudem auf den Briefen nicht immer ersichtlich. Vgl. „Kanton Graubünden - Einleitung"


Das Gesamtporto betrug demnach 55 Bluzger zahlbar durch den Empfänger
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